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Hochbegabung
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"Hochbegabung bezeichnet in der Psychologie ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Maß an Intelligenz". Die meisten Definitionen orientieren sich am IQ, dem so genannten Intelligenz-Quotienten. Er wird mit Hilfe wissenschaftlicher Testverfahren ermittelt, bei denen es weniger auf Allgemein- oder Schulbildung und mehr auf das logische Denken ankommt.

Ganz deutlich muss gesagt werden, dass der Wert eines Menschen sich wohl kaum am IQ messen lässt, auch wenn immer wieder, gerade auch von Nicht-Hochbegabten die Diskussion um den Sinn des Intelligenzkonzeptes und der Messung durch IQ-Tests geführt wird, als wenn das so wäre.

Es gibt einen breiten wissenschaftlichen weltweiten Konsens zum Intelligenzkonzept und zu Tests, die das schlussfolgernde Denken oder die "allgemeine Intelligenz" messen. Natürlich gibt es auch andere Fähig- und Fertigkeiten von Menschen, in denen sich sich jeweils von anderen unterscheiden, die wichtig und wertvoll für die Bewältigung des Alltags sind und die mit dem Intelligenzkonzept jeweils relativ hoch oder niedrig zusammenhängen: Kreativität, emotionale Kompetenzen, soziale Kompetenzen, Musikalität, usw. Nur dass es sich dabei eben nicht um "allgemeine Intelligenz" handelt. Zu dem Streit um die bis heute fehlenden Nachweise empirischer Befunde zur Gültigkeit sogenannter "alternativer" Konzepte sei auf die einschlägige Literatur verwiesen. In unserem Zusammenhang sprechen wir von Hochbegabung und nicht von Hochleistung oder "Talent", und Hochbegabung ist definiert mit einer Leistung in einem Intelligenztest, der die "allgemeine Intelligenz" misst.

Für näher Interessierte: Hier handelt es sich um den "g-Faktor" (generelle Intelligenz, entspricht der "allgemeinen Intelligenz"), der meist auf Leistungen im verbalen, figuralen und numerischen Bereich basiert. Andere Bereiche, die eher wissensbasiert sind, werden meist als "wissensbasierte Intelligenz" oder "kristallisierte Intelligenz" bezeichnet, im Gegensatz zur "fluiden" oder "flüssigen" (entspricht dem g-faktor) Intelligenz.

Die meisten in Deutschland üblichen IQ- Tests sind so normiert („geeicht“) dass der durchschnittliche Kandidat einen Wert von 100 erreicht. 110 gilt dann als "überdurchschnittlich", 120 -130 als "weit überdurchschnittlich" und darüber redet man von "Hochbegabung".

Ich gehe davon aus, dass die besonderen Themen, mit denen Hochbegabte im Leben konfrontiert werden, nicht erst und plötzlich bei einem IQ von 130 einsetzen, sondern das ähnliche Herausforderungen allgemein Menschen betreffen, die einen weit überdurchschnittlichen IQ haben!

Kleine Begriffsklärung zusammengefasst:

Talent 

Talent hat jemand, der irgendetwas herausragend gut und schnell lernen kann, z.B. Klavier spielen oder Tennis oder Jonglieren

 
Savant    

(= „Wissende“), früher unhöflich „idiot savants“ genannt: Menschen, die auf einem Gebiet extreme Fertigkeiten zeigen, aber ansonsten nur (weit) unterdurchschnittliche Leistungen

 
Hochbegabung                        

Im Allgemeinen versteht man unter Hochbegabten Menschen, die in einem anerkannten wissenschaftlichen Verfahren einen IQ von mehr als 130 nachgewiesen haben

 
Höchstbegabung                     

Unklarer Begriff, der sich entweder auf extrem hohe IQ-Werte von 145 und mehr bezieht oder einfach nur das Erstaunen über extrem hohe Intelligenz ausdrückt

 
Genie                                      

Schwieriger, unklarer Begriff, der sich eigentlich auf eine besonders extreme, bereits erbrachte Leistung bezieht und weniger auf die Fähigkeit, solch eine Leistung erbringen zu können, die sich eher im IQ niederschlägt. Selten ernsthaft benutzt. Schon gar nicht von Hochbegabten

 
Glück                                     

Begriff, dessen Bedeutung in keinerlei direkter Ursache-Wirkungs-Beziehung zu irgendeinem Begabungslevel steht


Besondere Herausforderungen für Hochbegabte

Intelligenz allein genügt nicht um ein erfolgreiches (Berufs-)Leben zu begründen. Es gibt unzählige soziale Situationen, die nicht einfach zu bewältigen sind, schon gar nicht mit Intelligenz allein!

Was aber, wenn diese Situationen und die daran beteiligten Menschen entscheidend werden für die eigene Lebenszufriedenheit, für die dringend notwendige soziale Geborgenheit, für gegenseitige Unterstützung, neudeutsch "networking" oder die berufliche Karriere? 

Nicht-Betroffene verstehen häufig nicht, wovon man spricht, paradoxerweise können sich gerade Hochbegabte anderen Menschen gegenüber oft nicht verständlich machen. Ganz im Gegenteil: Sie ernten oft Missfallensbekundungen wegen angeblicher Arroganz und anderer Phänomene! Das führt nicht nur in Einsamkeit und Resignation, sondern auch zu beruflicher und privater Erfolglosigkeit und Depression.

Das muss nicht sein. Denn vieles, nicht alles, im Leben kann man lernen. Der erste Schritt ist getan oder haben sich gerade entschlossen sie festzustellen.: Sie wissen um Ihre Hochbegabung! Aber was machen Sie jetzt damit?

Sie können ihr Potenzial wirklich nutzen, entfalten und ein Maximum  an Erfolg erreichen.


Soziale Situationen sind häufig so komplex...


..., dass man nicht ein noch aus weiß. Denn für die meisten banal, für viele Hochintelligente nicht: Man muss Intelligenz im alltäglichen Miteinander auch einsetzen können, um Erfolg zu haben.

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