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Anlässlich der Jahrestagung vom MinD (Mensa in Deutschland e.V.) 2010  


Die Resonanz war gut, es waren ca. 60 - 70 Zuhörer gekommen. Seltsamerweise nur 9 Frauen und der Rest Männer. Und das, obwohl wir im Vorlauf zu diesem Event extrem positive Rückmeldungen in großer Zahl ausgerechnet von Frauen bekommen hatten.

Das "Nachdenkwochenende" musste wegen organisatorischer Probleme und vor allem mangels Anmeldungen verschoben werden. Wir werden dies aber auf jeden Fall weiter verfolgen! Das Interesse ist da. Selbst von Alice Schwarzer bekam ich noch aufmunternde Worte, nachdem ich Sie um eine Hypothese gebeten hatte, warum ausgerechnet Frauen so positiv auf das Angebot reagieren.

Sie schrieb am 19.04.2010:

"Lieber Hochbegabter Detlef Scheer,

ich denke, der Grund für das Interesse von Frauen an Ihrer Männerveranstaltung ist der Leidensdruck. Frauen haben mehr Interesse daran, dass sich etwas verändert zwischen den Geschlechtern, als Männer.

Mit den besten Wünschen für das Gelingen Ihrer Veranstaltung und die Erfüllung der Hoffnungen der Frauen

Alice Schwarzer"

Männer: Nehmt das mal als Ansporn und meldet Euch in Massen  zum nächsten Termin, den wir in Kürze hier anbieten werden!


Dr. Reiner Borretty, München, Psychologe, Führungskräfte- und Teamtrainer, Coach, Mensa-Mitglied seit 2009 und ich in Action... Jahrestagung von MinD (Mensa in Deutschland e.V.) am 14.04.2010 um 17.15 Uhr: Vortrag "Hochbegabung und Kommunikation"

Detlef Scheer (links) und Dr.Reiner Borretty in Dortmund beim Vortragsstart.

Unsere Kernthese lautete: Hochbegabte "erleiden" häufig eine spezifische Sozialisation: ihre Unterforderung durch Elternhaus und Schule und in peer groups führt sie oft zu typischen Selbstkonzepten (geborener Außenseiter, ewig Missverstandener, sogar Dummkopf...) und in der Konsequenz zu mangelnder Sozialkompetenz - nicht andocken können, sich nicht erklären können, die Gefühle Anderer nicht verstehen und nicht "treffen", in Gruppen plötzlich am Rande zu stehen. Unsere Konsequenz lautete: Soziale Kompetenz ist trainierbar! Und sie lässt sich aufgliedern in sehr spezifische, im Grunde banale Einzelhandlungen - und einige davon haben wir gleich unter großem Gaudium geübt, wie den bekannten Sokratischen Dialog, Smalltalk (als Aufgabe für den Abend) und andere.

Die Resonanz war unglaublich. Die a-priori-Resonanz im Sinne der Anmeldungen (über 100) übertraf unsere Erwartungen deutlich, und die Stimmung während unserer Dreiviertelstunde war unglaublich: wir hatten da wohl einen Nerv genau richtig getroffen!

Detlef Scheer und ich haben nun beschlossen, das Thema zu einem Seminar zu gießen: Kommunikation und Hochbegabung, vom 15. (abends) bis zum 17.10.2010 in Eitorf. Sorry: diesmal nur für ausgewiesene Hochbegabte :-). Trotzdem muss niemand seinen IQ- Test mitbringen...! Sehen Sie hier.



Ein eintägiger Workshop der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGfhK) e.V., Regionalgruppe Osnabrück e.V. mit Detlef Scheer

Beratungstechniken für engagierte Eltern-Berater und andere Interessierte.

Mehr Infos und Anmeldung:




Im Rahmen des "Nationalen Testtags" von Mensa in Deutschland e.V., an dem in vielen deutschen Städten und unter anderem auch in Bremen am 12. und 13. September Aufnahemtests stattfinden, gibt es einen Vortrags- und Informationsabend in der Villa Ichon in Bremen, am Goetheplatz 4, von 18.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr zu folgenden Themen:

1) Detlef Scheer: "Bin ich hochbegabt? - Hochbegabung und Mensa",

2) Birgit Boschen-Beseler: "Gebrochene Biografien (nicht nur) von Hochbegabten als Grundlage einer individuell gestalteten Berufswegeplanung"

... mit anschließender Diskussion. Birgit Boschen-Beseler ist erreichbar via: 0421 17 666 50, 0174 3716288 oder per Birgit.beseler@gmx.de

Weitere Aktivitäten zum Nationalen Testtag: www,mensa.de 


Hier finden Sie eine wachsende Anzahl interessanter Links zum Thema Hochbegabung.

zum Beispiel:


Der derzeit größte Club weltweit für Hochbegabte mit derzeit deutschlandweit ca. 6.000 Mitgliedern. MinD (Mensa in Deutschland) bietet regelmäßig preisgünstige Tests im gesamten Land an. Auf der Seite der Mensa können Sie sich zu einem Test anmelden. Einfach auf das Logo klicken.


Im Moment bauen wir gerade eine Hochbegabten-Literatur-Seite auf der Website unserer Buchhandlung auf: www.buchhandlungsattler.de Hier noch ein paar vorläufige Tipps...

Jürgen vom Scheidt: Das Drama der Hochbegabten. Zwischen Genie und Leistungsverweigerung.Kösel, 2004

Nach zehn Jahren Recherche lädt Jürgen vom Scheidt, Psychoanalytiker und Kreativ-Trainer aus München, seine Leser zu einer Heldenreise ein. Das Buch ist innerhalb zehn Jahren entstanden, und so trotzdem aktuell, dass es noch auf Ereignisse im Dezember 2003 im Irak Bezug nimmt. Das Buch enthält nicht nur eine Zeittafel zur Intelligenzforschung, unzählige Hinweise auf Literatur, Film und Kunstgeschehen, in denen es um Hochbegabte geht, diverse Fallbeispiele und einige Tools bis hin zum Selbsttest "Bin ich hochbegabt?". Es enthält auch einige inspirierende Gedanken zum "Getting out" hochbegabter Menschen (in Anlehnung an das coming out von z.B. Schwulen!). Wer es liest, wird sich selbst in vielen Facetten wiedererkennen. Viele der Geschichten, die teilweise seine eigenen waren und sind, könnten auch die des Lesers sein. Vom Scheidt ist Psychoanalytiker, aber Gott sei Dank verschont er den Leser mit allzu psychologisierenden psychoanalytischen Einsichten. Jedenfalls soweit, dass ich, zwar auch Psychologe, aber ganz und gar kein Psychoanalytiker, es mit Vergnügen und einiger Nachdenklichkeit lesen konnte. Das Buch macht betroffen, weil man viele negative Erlebnisse wiedererkennt, die man als (undercover-)Hochbegabter wohl fast zwangsläufig - jedenfalls in unserer Gesellschaft - erleidet, und das vor allem als Kind. Es macht aber auch Mut, weil es – unter anderem mit Hilfe der Metapher des den Minotaurus besiegenden Theseus Wege zur erfolgreichen Aktivierung des bei den von vom Scheidt als "latent Hochbegabten" schlummernden Potentials weist. Wer Heldenreisen mag, wird nach der Lektüre auf eine solche gehen. Wer nicht weiß, was Heldenreisen sind, sollte das Buch nicht nur kaufen, sondern auch lesen.

Der Selbsttest ist alles andere als ein wissenschaftlicher Test, aber er gibt in nachvollziehbarer Weise Hinweise auf Hochbegabung. Das Angenehme ist, dass der Leser, der das Wagnis eingeht, den Selbsttest zu machen, ohne z.B. durch einen IQ-Test zu wissen, wo sein IQ "genau" liegt, Lust auf "richtige Tests" bekommt, um seine ruhenden Talente zu wecken. Der, dem der Selbsttest keinen Verdacht auf Hochbegabung nahelegt, hat trotzdem viel von der Lektüre und muss sich nicht abgewiesen fühlen. Vielleicht weckt er auch einfach nur seine eigenen Fähigkeiten, mit Hilfe derer sich angenehmer leben läßt als vorher. Vielleicht kann auch er sich mit höherer Wahrscheinlichkeit SelbsverWERKlichen (eine Wortschöpfung von vom Scheidt), ob hochbegabt oder nicht.

Und die am Schluss seines Buches formulierten Spekulationen über Hochbegabte und die Möglichkeit, sie seien eine echte "Mutation" und führten (oder hätten bereits geführt) zu einer völlig neuen Spezies Mensch, tritt, wenn sie einem vielleicht auch merkwürdig aufstoßen mag, auf jeden Fall und hoffentlich fruchtbare Diskussionen über Hybris, narzistische Neigungen "hochbegabter" wie "normaler" Menschen oder auch die letztlich in beiden Gruppen in verschiedenen sozialen Kontexten vertretenen extrem erfolgreichen und gefährlichen sozioapathisch-machtgeilen Führer los, ohne die man einen Entwurf einer friedlicheren Menschheit nicht erfolgreich bewältigen kann. Alles in allem ein ziemlich kluges, mutiges und gleichzeitig verwegenes Buch.

Auch dieses Buch gibt es natürlich bei www.Buchhandlung-Sattler.de

Ida Fleiß: Hochbegabung und Hochbegabte. Mit Berichten Betroffener. Tectum 'Verlag, München, 2003

Ida Fleiß hat über Jahre Briefe von Hochbegabten aus der ganzen Welt, vor allem aber aus Deutschland gesammelt. Diese Sammlung macht das Buch lesenswert. Es enthält außerdem einen theoretischen Teil, der aber zurecht keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, sondern nur grobe Orientierung bieten will. Die Briefe geben Einblicke in das Erleben von (oft lange als behindert geltenden und deswegen tatsächlich von Lehrern, Eltern und Verwandten/Bekannten behinderten)  hochbegabten Kindern, von hilflosen Eltern und völlig überforderten und aggressiv, abwertend und kontraproduktiv handelnden "Lehrern". Es gibt aber auch positive Beispiel, auch wenn sie in der absoluten Minderzahl sind. Eine Hilfe für alle, die irgendwie Betroffen sind: Als Hochbegabte, als Eltern oder Lehrer, Therapeuten, Berater usw.

Sehr empfehlenswert.

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Brackmann, Andrea: Jenseits der Norm - hochbegabt und hoch sensibel? Klett-Cotta, 4. Auflage, 2008

Endlich ein Buch, das dezidiert auf die Bedürfnisse hoch begabte erwachsener Menschen eingeht. Wer also sich nicht nur für die Sensationsmeldungen von Rechen- und Gedächtniskünstlern interessiert, der sollte das aufschlussreiche Buch lesen. Sehr Empfehlenswert.

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Führlich, Ingrun: Lebenslang hochbegabt. MV Wissenschaft, 2006

Eine Art Hite Report über Hochbegabte. Sehr empfehlenswert. Wer richtig "nah ran" will, ist hier bestens aufgehoben. Alle Altersgruppen und Lebenslagen vertreten. Klasse!

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Simone Harland: Hyperaktiv oder hochbegabt?  Verlag ehrenwirtmed, 2003.    

Ein paar interessante Gedanken zur Differentialdiagnostik und zu sogenannten "Indigo"-Kindern. Nicht nur für (ver-)zweifelnde Eltern relevant.

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in memoriam Heinz von Förster :

Herausgeber: Bernhard von Mutius. Untertitel: Wie wir morgen denken werden. Klett-Cotta,zweite Auflage 2004

Interessante Ansammlung von Denkmusterideen aus allen möglichen Kulturbereichen. Mit Beiträgen u.a. von Stierlin, Malik, Simon, Königswieser, Hutter...                                               

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Inhaber: Scheer consulting GmbH

Ich arbeite mit der Buchhandlung Sattler in Bremen zusammen. Eine sehr kleine, aber sehr feine Buchhandlung. Die Kunden von Frau Sattler sagen gerne: Was Frau Sattler nicht besorgen kann, das gibt es nicht! Das mag übertrieben sein, aber es kommt der Wahrheit nahe. 

Die Buchhandlung Sattler besorgt und verschickt - weltweit. Rufen Sie einfach Frau Gretel Sattler an. Sie hilft Ihnen weiter: Tel. 0421 - 72228


Anke Reimann zeichnet wunderbar, z.B. für meine künftigen Bücher zum Thema Hochbegabung und ist hier zu erreichen: Anke Reimann

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